apropro Heines 150ter Todestag steht an. Im Gedenken daran ein paar Zitate:
In Anarkis Sinne:
"Die Musik beim Hochzeitsgeleite erinnert mich immer an die Musik bei in die Schlacht ziehenden Soldaten."
Doch Gott sei dank droht jener Krieg ja auch ab und an nicht:
"Ob sie tugendhaft war, weiß ich nicht; aber sie war immer häßlich, und Häßlichkeit bei einem Weibe ist schon der halbe Weg zur Tugend."
falls das nicht der Fall ist:
"man muß seinen Feinden verzeihen, aber nicht früher, als bis sie gehenkt worden."
Der Mann ist eben doch das bessere Wesen:
"Er lobt sich so stark, daß die Räucherkerzchen im Preise steigen."
und das bedeutendere:
"Neben dem Denker ein prosaischer Mensch, der ruhig sein Geschäft treibt -- neben jeder Krippe, worin ein Heiland, eine welterlösende Idee, den Tag erblickt, steht auch ein Ochse, der ruhig frißt."
und dabei hat er es nicht leicht:
"Die Gesellschaft ist immer Republik -- die einzelnen streben immer empor, und die Gesamtheit drängt sie zurück."
und wer die bessere Welt sucht der wandere wie Heine nach Paris ...äh... Frankreich aus:
"Paris ist eigentlich Frankreich. Dieses ist nur die umliegende Gegend von Paris."
Wobei Frankreich auch seine Haken hat:
"Die deutschen Öfen wärmen besser als die französischen Kamine, aber daß man hier das Feuer lodern sieht, ist angenehmer; ein freudiger Anblick, aber Frost im Rücken -- Deutscher Ofen, wie wärmst du treu und scheinlos!"
und wem das jetzt nicht gefallen hat dem gefällt der letzte Satz:
"Ich las das langweilige Buch, schlief drüber ein, in Schlafe träumte ich weiterzulesen, erwachte vor Langeweile, und das dreimal."